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Beratung nimmt Herzpatienten die Angst vor Sex

MÜNCHEN (rf). Viele Patienten haben nach einem Herzinfarkt Angst vor Sex und schränken ihre sexuelle Aktivität deutlich ein. Durch frühzeitige Sexualberatung könnte es erheblich erleichtert werden, ein normales Sexualleben wieder aufzunehmen.

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In der kardialen Rehabilitation wird das Thema Sexualität häufig noch zu wenig berücksichtigt, kritisiert Dr. Elaine Steinke aus Wichita in den USA. Und von sich aus sprechen nur sehr wenige Patienten sexuelle Themen aktiv an.

Sowohl die sexuelle Aktivität als auch die sexuelle Zufriedenheit nach einem Herzinfarkt nehmen bei Männern und Frauen ab, bei Frauen besonders stark, berichtete Steinke. Steinle rät, das Thema Sex während der kardialen Rehabilitation anzusprechen und Empfehlungen zur Belastbarkeit im Rahmen der Trainingstherapie zu geben. Sex ist für stabile Herzpatienten ungefährlich und körperlich nicht belastender als das Training.

Von einer guten Beratung zu sexuellen Fragen und bei Bedarf Sexualtherapie profitieren die Patienten erheblich. Das ist in einer Studie bei 90 Männern unter 70 Jahren nach Herzinfarkt oder Bypass-Op belegt worden. Sechs Wochen nach dem Akutereignis waren 87 Prozent der Patienten der Interventionsgruppe wieder sexuell aktiv im Vergleich zu nur 50 Prozent in der Kontrollgruppe.

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