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Viel LDL, aber keine KHK? Auch hier retten Statine Leben

TEL AVIV (mut). Es lohnt sich, bei Patienten mit Statintherapie auf eine gute Compliance zu achten, auch dann, wenn sie noch keine KHK haben: Die Sterberate wird bei ihnen ähnlich stark reduziert wie bei Herzpatienten.

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Eine langjährige Statintherapie schützt das Herz.

Eine langjährige Statintherapie schützt das Herz.

© Foto: S. Kaulitzkiwww.fotolia.de

Mit einer Reduktion der Sterberate um fast die Hälfte während einer vier- bis fünfjährigen Therapie ist der Nutzen der Statine im Praxisalltag bei guter Compliance offenbar noch stärker ausgeprägt als in klinischen Studien - und dies sowohl bei Patienten mit und ohne KHK. Diesen überraschenden Befund ziehen israelische Ärzte aus der Analyse von knapp 230 000 Patientendaten (Arch Int Med 169, 2009, 260).

Davon wurden 136 000 Patienten die Statine zur Primärprävention verordnet - sie hatten also lediglich zu hohe LDL-Werte, aber noch keine kardiovaskuläre Erkrankung. Etwa 94 000 Patienten erhielten Statine zur Sekundärprävention - sie hatten also bereits eine Herzkreislauferkrankung.

Im Schnitt konnten Daten über eine Zeit von vier bis fünf Jahren ausgewertet werden. Zudem wurde anhand von Rezeptdaten geschaut, ob die Patienten tatsächlich kontinuierlich ihre Statine nahmen.

Das Ergebnis: Die Sterberate bei Patienten mit guter Compliance (Statineinnahme über 90 Prozent der Zeit) war um 45 Prozent niedriger als bei Patienten mit sehr schlechter Compliance (Statineinnahme über weniger als zehn Prozent des Zeit). Die niedrigste Sterberate hatten zudem Patienten mit den höchsten LDL-Ausgangswerten und der aggressivsten Statintherapie.

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