Samstag, 11. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 05.02.2010

Buchtipp

Risikofaktor Homocystein

In seinem Buch "Homocystein-assoziierte Erkrankungen - Prävention und Therapie" gibt der Erfurter Pathobiochemiker Professor Uwe Till einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zum Risikofaktor Homocystein. Homocystein ist ein Zwischenprodukt im Zellstoffwechsel, das beim Abbau der Aminosäure Methionin entsteht.

Gewöhnlich wird es vollständig abgebaut. Dazu benötigt der Körper aber ausreichende Mengen der Vitamine B12, B6 und Folsäure. Bei einem Mangel an den Vitaminen steigt der Homocysteingehalt im Blut. Verbunden damit ist etwa ein erhöhtes Risiko für Atherosklerose, Thrombosen und Embolien sowie auch für Herzinfarkt, Schlaganfall und depressive Verstimmungen im Alter.

Professor Till erläutert die pathophysiologische Bedeutung von Homocystein bei diesen Krankheitsbildern und leitet daraus prophylaktische und therapeutische Maßnahmen ab. Durch ausreichende Zufuhr der Vitamine Folsäure, Vitamin B12 und B6 ist der Risikofaktor "nebenwirkungsfrei und kostengünstig beherrschbar", so der Autor. (nke)

Homocystein-assoziierte Erkrankungen - Prävention und Therapie: Prof. Uwe Till (Hrsg.) UNI-MED Verlag, 1. Auflage 2008, 76 Seiten, 42 Abb., ISBN 978-3-8374-1039-6, Euro 39,80

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »