Ärzte Zeitung, 10.11.2009

Bei Herzstillstand schützt Kühlung auch das Gehirn

WIEN (ob). Kälte kann lebensrettend sein. Bei Patienten mit Herzstillstand kann eine vorübergehende milde Abkühlung des Körpers auf etwa 33 Grad die Überlebenschancen verbessern. Die therapeutische Hypothermie wird deshalb inzwischen in internationalen Leitlinien empfohlen.

Ein Team um Dr. Jasmin Arrich aus Wien hat jetzt die wissenschaftliche Literatur unter der Fragestellung durchforstet, ob Kühlung auch zerebrale Folgeschäden des Herzstillstands minimieren kann. Fünf Studien mit insgesamt 481 Patienten, in denen auch neurologische Daten erhoben worden waren, gingen in die Analyse ein.

Ihre Ergebnisse belegen, dass Patienten mit Hypothermie-Behandlung nicht nur häufiger lebend die Klinik verließen, sondern auch in puncto zerebrale Leistungsfähigkeit besser abschnitten als konventionell behandelte Patienten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »