Ärzte Zeitung, 11.03.2010

Triglyzeride und Adipositas fördern Plaque-Zunahme

CLEVELAND (Rö). In einer neuen Studie mit intravasalen Ultraschalluntersuchungen hat sich bestätigt, dass das Metabolische Syndrom mit einer beschleunigten Plaque-Progression einhergeht. Dies ist aber auf die einzelnen kardiovaskulären Risikofaktoren zurückzuführen und nicht auf das Syndrom selbst. Über diese Zusammenhänge berichtet Dr. Ozgur Bayturan mit Kollegen von der Cleveland Clinic in Ohio in den "Archives of Internal Medicine" (170, 2010, 478).

In einer systematischen Betrachtung hatten die Wissenschaftler die Daten von 3459 Patienten analysiert. Acht Prozent hatten ein Metabolisches Syndrom. Bei ihnen nahm das Plaque-Volumen signifikant schneller zu. Die Wissenschaftler fanden aber auch, dass der Einfluss der fünf Komponenten, die das Metabolische Syndrom ausmachen, unterschiedlich war. Besondere Bedeutung hatten zwei der Faktoren: erhöhte Triglyzerid-Spiegel und ein Körpermassenindex über 30 Kilogramm pro Quadratmeter, der charakteristisch für eine Adipositas ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »