Ärzte Zeitung, 10.06.2010

Rauchverbot senkt Infarktrate auch in England

NEU-ISENBURG (eis). Auch in England ging nach Einführung von Rauchverboten die Zahl der Herzinfarkte zurück. Die Reduktion von 2,4 Prozent ist allerdings geringer als in anderen Ländern, wie eine retrospektive Analyse von Daten aus Kliniken ergeben hat.

Insgesamt wurden in allen englischen Kliniken im Jahr nach Einführung des Rauchverbots 1200 Patienten weniger wegen Herzinfarkten aufgenommen als in den Jahren davor (BMJ 2010; 340: c2161). Analysiert wurden Daten aus den fünf Jahren vor Einführung des Verbots am 1. Juli 2007 sowie aus den 15 Monaten danach. Die Forscher errechneten, dass der Rückgang an Infarkten dem National Health Service Ausgaben von 8,4 Millionen Pfund (etwa 10,1 Millionen Euro) erspart habe. Bei einer Bevölkerung von 49 Millionen in England sei die Studie die bisher größte zu den Effekten von Rauchverboten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »