Ärzte Zeitung, 07.03.2011

Weitere Risikogene für KHK und Infarkt entdeckt

MÜNCHEN (eb). In einer internationalen Studie wurden 13 neue genetische Risikofaktoren für Koronare Herzkrankheit (KHK) und Herzinfarkt identifiziert. Damit sind nun insgesamt 23 Risikogene bekannt.

In der Metaanalyse wurden 14 Studien mit mehr als 22.000 KHK-Patienten und 64.000 Gesunden ausgewertet (Nature Genetics 2011, online). Gesucht wurden Regionen im menschlichen Genom, die mit einem erhöhten Risiko für KHK und Herzinfarkt vergesellschaftet sind. Die Ergebnisse wurden bei weiteren 50.000 Personen bestätigt, wie das Helmholtz Zentrum München mitteilt.

Die Analyse der Daten hat ergeben, dass sich bei alleinigem Vorliegen jedes der 13 jetzt entdeckten Risikogene die Wahrscheinlichkeit, eine KHK zu entwickeln, um 6 bis 17 Prozent erhöht. Jetzt müsse die molekulare Bedeutung dieser Genorte bei der Entstehung von Herzinfarkten aufgeklärt werden, so die Wissenschaftler.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »