Forschung und Praxis, 16.02.2004

Positive Effekte von Crataegus bestätigt

Mit standardisierten Crataegus-Extrakten ist bei Herzinsuffizienz in klinischen Studien eine Verbesserung der linksventrikulären Funktion und der körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht worden.

Eine Metaanalyse von acht randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studien mit insgesamt 632 Patienten (überwiegend NYHAI und II, in einer Studie auch NYHAIII) hat die positive Wirkung bestätigt (Am J Med 114, 2003, 665).

Danach verbessert die Therapie mit Weißdorn-Extrakten - je nach Studie in einer Dosierung von 160 bis 1800mg täglich - im Vergleich zu Placebo die maximale körperliche Belastbarkeit. Das Druck-Frequenz-Produkt (Produkt aus systolischem Blutdruck und Herzfrequenz pro Minute geteilt durch 100) als Maß für die Herzarbeit wurde signifikant stärker um im Mittel 20mmHg / min gesenkt.

Auch Belastungsdyspnoe und Erschöpfung wurden gelindert. In sieben der acht Studien erhielten die Patienten den Extrakt WS 1442 (Crataegutt®), in der anderen Studie den Extrakt LI 132 (Faros®).

Ob sich mit dem Extrakt WS 1442 auch die Mortalitätsrate bei Herzinsuffizienz senken läßt, wird derzeit in der Placebo-kontrollierten doppelblinden SPICE-Studie untersucht. (mar)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »