Ärzte Zeitung, 14.03.2006

Neues bei Herzschwäche und Arrhythmie

Maschine filtert Blut bei Herzinsuffizienz / Kontrollierte Studie zu Katheterablation

ATLANTA (eb). Mit einer Maschine, die Wasser und Salz aus dem Blut filtert, ist für Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz eine neue Therapie in Sicht. Das ist eine der Neuigkeiten, die beim Kongreß des American College of Cardiology in Atlanta vorgestellt worden sind.

Der starken Flüssigkeitsansammlung im Gewebe bei dekompensierter Herzinsuffizienz läßt sich durch Ultrafiltration mit der Maschine entgegenwirken. Sie entzieht dem Körper dabei einen halben Liter Salzwasser pro Stunde, und zwar ohne negative Folgen für Nieren, Herzschlag, Blutdruck oder Elektrolythaushalt.

Im Vergleich zu den alternativen Diuretika-Infusionen wurde mit dem Verfahren die Rate der Patienten, die in den nächsten 90 Tagen erneut in die Klinik mußten, fast halbiert.

Eine Option bei Vorhofflimmern ist die Katheterablation. Durch gezielte Zerstörung von Vorhofgewebe sollen dabei die Strukturen, die an der Auslösung der Arrhythmie beteiligt sind, effektiv ausgeschaltet werden.

Erstmals wurden jetzt Daten aus einer kontrollierten Studie zu der Methode vorgestellt. Nach vorläufigen Ergebnissen von 150 Patienten trat mit Katheterablation binnen zwölf Monaten bei 87 Prozent kein Vorhofflimmern mehr auf, im Vergleich zu 29 Prozent bei medikamentöser Therapie.

Lesen Sie dazu auch:
Neuer Erfolg mit Katheterablation auf dem Weg zur kurativen Therapie bei Vorhofflimmern
Ultrafiltration hat Vorteile bei schwerer Herzinsuffizienz
Studiendaten zur dualen Plättchen-Hemmung präsentiert
"Schmerzlose Myokard-Ischämie bei Diabetikern: Das ist ein Mythos"
Rimonabant läßt viszerales Fett um ein Drittel schmelzen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »