Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung, 20.10.2006

Kombitherapie bei Herzinsuffizienz als Erfolgsmodell

Studiendaten zu Eplerenon

NÜRNBERG (Rö). Die Therapie von Patienten mit Herzinsuffizienz ist eine große Erfolgsgeschichte. So bewertet Professor Roland Willenbrock die bis zu 50 Prozent verminderte Sterberate, die heute durch eine kombinierte Pharmakotherapie erreicht wird.

Den Fortschritt für Patienten mit Herzinsuffizienz hat der Wissenschaftler vom Krankenhaus St. Elisabeth/St. Barbara in Halle an der Saale bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Nürnberg beschrieben. Basis der Therapie bei Herzinsuffizienz sind heute ein ACE-Hemmer oder auch ein Sartan plus einer der Betablocker, für die es positive Studienergebnisse bei Herzinsuffizienz gibt.

Ephesus-Studie zur Wirkung von Eplerenon bei Herzinsuffizienz

Weitere Fortschritte habe die Ephesus- (Eplerenone Post-AMI Heart Failure Efficacy and Survival Study)-Studie gebracht, sagte Willenbrock bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer zum Kongreß. In dieser Studie war die Wirkung der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems mit Eplerenon (Inspra®) zusätzlich zur Standardtherapie untersucht worden. Teilgenommen hatten an dieser Untersuchung Patienten, die nach einem Herzinfarkt eine Herzinsuffizienz entwickelt hatten. Solche Patienten haben vor allem in den ersten Wochen nach dem Infarkt ein hohes Sterberisiko.

Bestätigt wurde in der Studie mit mehr als 6600 Infarkt-Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion, daß die Therapie mit Eplerenon im Vergleich zu Placebo und zusätzlich zur bis dahin wirksamsten Standardtherapie mit einer um 15 Prozent verringerten Sterberate einhergeht, und zwar im Behandlungszeitraum von 16 Monaten.

Mit Eplerenon erlitten weniger Patienten plötzlichen Herztod

Hauptgrund dafür war die verringerte Rate des plötzlichen Herztodes. Daran starben im ersten Jahr 13,6 Prozent in der Placebogruppe, aber nur 11,8 Prozent in der Verumgruppe. Willenbrock wies ausdrücklich auf die starke Verminderung der Rate des plötzlichen Herztodes bereits in den ersten 30 Tagen hin. Nach einer Zusatzanalyse lag die Sterberate in diesem Zeitraum mit Placebo bei 4,9 Prozent mit Eplerenon bei 3,2 Prozent. Das sind 31 Prozent weniger. Die Analyse belege außerdem, daß sich der Vorteil schon nach zehn Tagen zeigt.

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