Kardiologie

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Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

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Ärzte Zeitung, 10.10.2011

Kardiale Resynchronisation senkt Risiko für atriale Tachyarrhythmien

Bei chronischer Herzinsuffizienz senkt die kardiale Resynchronisationstherapie auch das Risiko für atriale Tachyarrhythmien.

ROCHESTER (ob). Kleiner ist besser - das gilt zumindest für Herzvolumina bei chronischer Herzinsuffizienz. Im Verlauf der Erkrankung kommt es oft zu Veränderungen von Herzstruktur und -funktion, als "kardiales Remodeling" bezeichnet.

Charakteristisch ist eine ventrikuläre Dilatation bei sich verschlechternder Pumpfunktion.

CRT verbessert Herzfunktion und senkt Gesamtsterberate

Eine Umkehr dieses Remodelingprozesses (reverse remodeling)gelingt häufig mit der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Damit kann bei Patienten mitHerzinsuffizienz und asynchronem Kontraktionsablauf beider Herzkammern durch biventrikuläre Stimulation der gestörte Ablauf wiederrekoordiniert werden.

Das verbessert nicht nur Herzfunktion, Belastbarkeit und Lebensqualität, sondern verringert nachweislich auch Gesamtsterberate und Klinikeinweisungen.

Patienten profitieren von MADIT-CRT

Die MADIT-CRT-Studie hat zudem gezeigt, dass nicht nur Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, sondern auch solche mit relativ leichten Symptomen dieser Erkrankungvon der Implantation eines CRT-Geräts mit Defibrillatorfunktion (CRT-D) stärker profitieren als von alleiniger Defibrillator-Therapie (ICD).

Durch die CRT wurde das Risiko für den primären Endpunkt (Todesfälle und Herzinsuffizienz-Ereignisse) signifikant um ein Drittel reduziert, primär bedingt durch weniger Herzinsuffizienz-Ereignisse. Bei Respondern auf die CRT-Therapie wurde in Studien beobachtet, dass auch Struktur und Funktion des linken Vorhofs günstig im Sinne eines "reverse remodeling" verändert werden.

Wirkt sich dies in der Folge auch günstig auf die Häufigkeit von atrialen Tachyarrhythmien aus?

Neue Substudie mit zwei Personengruppen

Dieser Frage ist die MADIT-CRT-Forschergruppe jetzt in einer neuen Substudie nachgegangen. Sie hat dabei die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt, je nachdem, ob bei ihnen die prozentuale Abnahme des linksatrialen Volumens (LAV) gering (um weniger als 20 Prozent) oder stark (um mehr als 20 Prozent) ausgeprägt war.

In beiden Gruppen wurde die Inzidenz atrialer Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder -flattern analysiert.

Um 53 Prozent niedrigeres Risiko für Herzrhythmusstörungen

In der Gruppe mit starker LAV- Reduktion unter CRT-D-Therapie lag die Wahrscheinlichkeit, dass im Zeitraum von 2,5 Jahren eine atriale Tachyarrhythmie auftrat, nur bei 3 Prozent, in der Gruppe mit geringer LAV-Abnahme dagegen bei 9 Prozent; bei Patienten nur mit ICD-Therapie waren es 7 Prozent.

Nach Berechnungen der MADIT-Forscher hatten Patienten mit starker LAV-Abnahme unter CRT-Therapie (high responder) im Vergleich zu Patienten mit alleiniger ICD-Therapie ein relativ um 53 Prozent niedrigeres Risiko für atriale Herzrhythmusstörungen. Die andere Gruppe hatte keinen entsprechenden Vorteil.

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