Ärzte Zeitung, 15.02.2007

Implantierter Defi wird durch die Haut wieder aufgeladen

Defi-Prototyp funktioniert im Langzeitversuch am Schaf

HANNOVER (eb). Bald wird es wieder aufladbare implantierte Defibrillatoren geben. Den Patienten bleibt so eine Operation für den Gerätewechsel erspart.

Dieses Schaf trägt den Prototyp eines neuen ICD, der durch die Haut aufgeladen wird. Foto: Niehaus, MHH

Seit 1984 gibt es gibt es implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (ICD). Sie überwachen dauerhaft die Herzfrequenz, bei lebensbedrohlichen Veränderungen geben sie einen elektrischen Stromstoß ab. 2005 wurden in Deutschland 8000 ICD implantiert. Nachteil der ICD: Ist die Batterie leer, muss das Gerät nach drei bis fünf Jahren durch eine Op ausgetauscht werden. Pro Op fallen 20 000 Euro an.

"Ein 50-Jähriger mit einer Lebenserwartung von 75 Jahren braucht fünf bis sieben ICD", sagt Professor Michael Niehaus von der Medizinischen Hochschule Hannover. Das Team um den Kardiologen hat einen ICD entwickelt, der mithilfe einer externen Ladespule direkt durch die Haut wieder aufgeladen werden kann. Ein Prototyp funktioniert im Langzeitversuch beim Schaf bereits. "Wir gehen von einer Laufzeit des neuen Geräts von mindestens 15 Jahren aus, so Niehaus.

Topics
Schlagworte
Herzrhythmus-Störungen (555)
Organisationen
MHH (719)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »