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Herzstillstand: Adrenalin genügt als Medikation

LYON (ars). Für die präklinische Reanimation von Patienten mit Herzkreislaufstillstand genügt Adrenalin allein. Zusätzliche Injektionen von Vasopressin bringen keinen Vorteil. Das geht aus einer französischen Studie hervor.

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Demnach waren die Überlebensraten bei Ankunft in der Klinik nach Injektionen von Adrenalin plus Vasopressin und von Adrenalin allein mit 21 Prozent gleich. Auch setzte der Kreislauf bei beiden Patientengruppen mit gleicher Häufigkeit - rund 29 Prozent - spontan wieder ein. Die Rate der Patienten, die lebend die Klinik verließen, betrug 1,7 Prozent mit der Kombination und 2,3 Prozent mit Adrenalin.

Auch nach einem Jahr lebten mit Kombi- und Monotherapie noch ähnlich viele Patienten (1,3 Prozent versus 2,1 Prozent). Mit Adrenalin plus Vasopressin verließen 38 Prozent der Überlebenden die Klinik mit guten neurologischen Ergebnissen, mit Adrenalin allein waren es 52 Prozent NEJM 359, 2008, 21).

An der Studie haben 1442 Patienten mit Herzstillstand außerhalb der Klinik teilgenommen. Als Notfallmedikation erhielt eine Gruppe 1 mg Adrenalin und 40 Internationale Einheiten Vasopressin, die andere 1 mg Adrenalin und als Placebo Salzlösung. Kehrte die Kreislauffunktion nicht spontan zurück, folgten noch einmal die jeweils gleichen Injektionen. Ob in der praktischen präklinischen Reanimation Vasopressin angewandt werden sollte, war nach Aussage der Autoren aus Lyon bisher nicht sicher belegt.

Ausgangspunkt der Diskussion über Vasopression war ein Ergebnis, wonach erfolgreich reanimierte Patienten wesentlich höhere endogene Vasopressinspiegel hatten als jene, die starben. In Tierversuchen ergaben sich mit Vasopressin ein erhöhter Blutfluss in lebenswichtigen Organen, eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns, Vorteile bei Kurzzeitüberleben und neurologischen Befunden. In einer klinischen Studie hat sich nur bei Patienten mit refraktärem Herzstillstand eine signifikant bessere Überlebensrate herausgestellt.

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