Ärzte Zeitung, 28.05.2013

Leitartikel zum Vorhofflimmern

"Lokale" Schlaganfallprophylaxe punktet

Der Vorhofohr-Verschluss erhält als Option zur Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern weitere wissenschaftliche Rückendeckung. Neue Langzeitdaten belegen erstmals eine Reduktion der Sterberate im Vergleich zur oralen Antikoagulation.

Von Peter Overbeck

"Lokale" Schlaganfallprophylaxe punktet

In einer randomisierten Studie geprüft: das Okkluder-System Watchman.

© Boston Scientific

Das linke Vorhofohr gilt als die wichtigste Lokalisation für die Entstehung kardialer Thromben bei Vorhofflimmern.

Der chirurgische Verschluss oder die Resektion des Vorhofohrs werden seit Längerem als Möglichkeiten genutzt, um diese Quelle kardioembolischer Thromben auszuschalten und damit das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern zu senken.

Empfohlen wird die chirurgische Abtrennung des Vorhofohrs von der systemischen Zirkulation derzeit nur als Begleitprozedur bei aus anderen Gründen vorgenommenen Herzoperationen.

Im Jahr 2002 publizierten Forscher erste Ergebnisse der Behandlung mit einem perkutan zum Herzen geführten Verschlusssystem.

Derzeit sind in Europa zwei Okkluder-Systeme auf dem Markt, die perkutan über einen transfemoralen Zugang im Vorhofohr platziert werden: das WATCHMAN-Systems des Unternehmens Boston Scientific und der Amplatzer Cardiac Plug (ACP) von St. Jude Medical.

Bisher ist nur ein Verschlusssystem - nämlich das WATCHMAN-Device - in einer prospektiven randomisierten Studie auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft worden...

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