Ärzte Zeitung, 27.01.2004

Bald beginnt Studie zu Versorgung bei pAVK-Patienten

10 000 Ärzte sollen mitmachen

ESSEN (eb). Voraussichtlich Ende Januar beginnt die Pilotphase einer deutschlandweiten Studie, in der die Versorgungssituation von Patienten mit Verdacht auf periphere arterielle Verschlußkrankheit analysiert werden soll. Dazu werden Praktiker, Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe bei diesen Patienten befragt.

Geleitet wird die PACE-PAD-Studie von Professor Jürgen Wasem, der den Lehrstuhl für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen innehat. Das Akronym steht für PAtient Care Evaluation - Peripheral Arterial Disease. Es sollen die Daten von 50 000 Patienten mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit (pAVK) erhoben werden, die von Hausärzten betreut werden, wie es in einer Mitteilung des Lehrstuhls heißt.

Ziel ist, 10 000 Ärzte - hausärztlich tätige Internisten, Allgemeinärzte und Praktiker - als Studienärzte zu gewinnen. Zudem sollen Informationen zur Compliance und zur Einstellung der Patienten ihrer Erkrankung gegenüber gewonnen werden.

Hintergrund: Die pAVK ist als Risikomarker für lokale sowie kardio- und zerebrovaskuläre Komplikationen von besonderer Bedeutung. In der Regel sterben die Patienten nicht aufgrund der lokalen Veränderungen, sondern an den Folgen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.

Der Essener Lehrstuhl befaßt sich mit Fragen des Managements, der Steuerung und der Finanzierung des Gesundheitssystems.

Topics
Schlagworte
PAVK (168)
Organisationen
Uni Duisburg-Essen (218)
Personen
Jürgen Wasem (277)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »