Ärzte Zeitung, 30.03.2005

Takt für Takt kehrt die Kraft zurück

TÜBINGEN (ars). Rhythmisches Training beider Arme vermindert motorische Behinderungen bei Hemiparese-Patienten selbst noch Jahre nach einem Schlaganfall. Der Erfolg beruht darauf, daß intakte Hirnareale die Funktion der geschädigten Areale übernehmen.

Mit rhythmischem Training beider Arme gehen Hemiparese-Patienten gegen motorische Behinderungen an. Foto: Dr Andreas Luft

In einer ersten Studie hatten Wissenschaftler aus Baltimore 14 Patienten mit chronischer Hemiparese untersucht, durchschnittlich 30 Monate nach dem Schlaganfall (Stroke 31, 2390, 2000).

Zwei- bis dreimal pro Woche übten die Teilnehmer je eine halbe Stunde BATRAC (Bilateral Arm Training with Rhythmic Auditory Cueing) an zwei Schienen, worin fast reibungsfrei Wagen mit T-förmigen Griffen laufen. Der Patient schiebt sie im Takt eines Metronoms vor und zurück, wobei sich beide Arme gleichzeitig bewegen.

Nach sechs Wochen hatten Kraft und Beweglichkeit des gelähmten Arms signifikant zugenommen.

Lesen Sie dazu auch:
Rhythmisches Arm-Training aktiviert Schlaganfall-Patienten

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »