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Schlaganfall: Vorteil für Kombination zur Sekundärprävention

NEW YORK CITY (ner). Nach einem Schlaganfall oder einer transitorisch ischämischen Attacke (TIA) ist bei Patienten mit erhöhtem Risiko zur Sekundärprävention eine Kombinationstherapie mit Dipyridamol retard plus ASS stärker wirksam als ASS allein. Dies hat jetzt eine Nachanalyse von Studiendaten ergeben.

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Die Fixkombination aus 25 mg ASS plus 200 mg Dipyridamol retard (Aggrenox®) zweimal täglich verhindert mehr Rezidiv-Schlaganfälle als zweimal 25 mg ASS pro Tag, hatte die randomisierte und doppelt verblindete ESPS-2-Studie (European Stroke Prevention Study 2) ergeben.

Bei den 6600 teilnehmenden Patienten nach Schlaganfall und TIA war die Rate weiterer Schlaganfälle bei der Kombitherapie um relative 23 Prozent niedriger als bei der ASS-Monotherapie.

    Von der Kombitherapie profitieren Patienten mit hohem Risiko stark.
   

Eine Subgruppen-Analyse der Studiendaten hat nun überdurchschnittlich starke verminderte Schlaganfallraten bei Hochrisikopatienten ergeben, berichten Professor Ralph L. Sacco von der Columbia University in New York City und seine Kollegen (Arch Neurol 62, 403).

So war mit der Kombi-Therapie die Rate erneuter Ereignisse im Vergleich zu Patienten mit ASS-Monotherapie relativ um 45 Prozent (6 Prozent versus 11 Prozent) niedriger, wenn sie schon vor dem Schlaganfall oder der TIA, die zur Aufnahme in die Studie geführt hatten, ein solches Ereignis gehabt hatten.

Bei Rauchern mit Kombi-Therapie war sie im Vergleich zu Rauchern mit ASS-Monotherapie um 41 Prozent (5 Prozent versus 8,5 Prozent), bei Hypertonikern um 29 Prozent (5 Prozent versus 8 Prozent) und bei anderen kardiovaskulären Erkrankungen um 27 Prozent (5,8 Prozent versus 7,9 Prozent) niedriger.

Grund für die bessere Wirksamkeit der Kombinationstherapie ist die Kombination zweier Wirkprinzipien: ASS hemmt die Plättchenaggregation, Dipyridamol retard hat außer thrombozytenfunktionshemmenden zusätzlich gefäßerweiternde Effekte.

Weitere Infos: www.leitlinien.net Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie / Primäre und Sekundäre Prävention der zerebralen Ischämie

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