Ärzte Zeitung, 11.04.2007

Neue Ausstattung zur Lyse-Therapie für Notärzte

MÜNCHEN (sto). Die Notarztwagen im Raum Augsburg werden jetzt als erste in Bayern zur Versorgung von Schlaganfallpatienten mit Medikamenten zur prähospitalen Lyse ausgestattet.

Einen entsprechenden Vertrag hat die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen in Bayern mit dem Rettungszweckverband Augsburg geschlossen.

Damit kann bei Patienten mit einem schweren Herzinfarkt noch vor der Einlieferung in ein Krankenhaus eine Lyse-Behandlung durch dafür ausgebildete Notärzte begonnen werden. Grundlage für die Kostenübernahme durch die Kassen war das Ergebnis einer Expertenanhörung. Die Experten aus verschiedenen Bereichen der Notfallmedizin waren zu dem Schluss gekommen, dass die prähospitale Lyse im Rettungsdienst vor allem dann medizinisch sinnvoll ist, wenn die Durchführung in einem Netzwerk mit geeigneten Zielkliniken erfolgt.

Der Rettungsdienstverband Augsburg habe die geforderten Vorbereitungen und Vereinbarungen bereits abgeschlossen, teilten die Krankenkassen mit. Dort können jetzt für die elf Rettungsdienststandorte 16 Lysepräparate für je 1000 Euro ausgeliefert werden.

Mit den übrigen 26 Rettungszweckverbänden in Bayern wollen die Kassen, sofern die Voraussetzungen vorliegen, möglichst schnell entsprechende Verträge abschließen, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, hieß es.

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