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Substitution mit Folsäure senkt Schlaganfallrate

CHICAGO (Rö). Folsäure-Substitution scheint in der Primärprävention Schlaganfällen vorzubeugen. Die Rate wird signifikant um 18 Prozent vermindert.

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Etwas stärker profitieren von einer Folsäure-Substitution offenbar Patienten, die mehr als drei Jahre Folsäure eingenommen hatten. Außerdem solche, bei denen die Homocystein-Spiegel durch die Therapie um mehr als 20 Prozent gesunken waren. Homocystein ist bekanntlich ein kardiovaskulärer Risikofaktor. Professor Xiaobin Wang und seine Kollegen vom Children’s Memorial Hospital in Chicago haben bei einer Metaanalyse (The Lancet 369, 2007, 1876) im Einzelnen herausgefunden:

  • Die Homocystein-Spiegel, die vor der Therapie bei 12 bis 35 mmol / Liter lagen, sanken um 11 bis 40 Prozent - in den meisten Studien um Werte zwischen 17 und 26 Prozent. Als obere Homocysteingrenze gilt ein Wert von 10 mmol / Liter.
  • Die Schlaganfallrate mit Folsäure war im Vergleich zu Placebo 18 Prozent geringer. Bei Analyse der Stärke der Homocystein-Senkung zeigte sich, dass es einen Präventionseffekt nur bei Menschen gab, bei denen der Homocystein-Spiegel um mehr als 20 Prozent gesenkt wurde.

Nur in Studien mit einer Substitutionsdauer über mindestens drei Jahre war die Schlaganfallrate veringert, und zwar im Mittel um 29 Prozent Auch zeigte sich der Folsäure-Vorteil nur bei Patienten ohne Schlaganfall in der Anamnese. Dabei profitierten die Menschen wesentlich stärker von einer Folsäure-Einnahme, die kein mit Folsäure versetztes Mehl aßen.

Für die Metaanalyse ausgewertet wurden die Daten von etwa 16 000 Menschen, die an acht Studien teilgenommen hatten. Etwa die Hälfte von ihnen hatten Folsäure eingenommen, die andere Hälfte Placebo.

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