Ärzte Zeitung, 15.02.2008

Verlängert Reha das Leben nach Schlaganfall?

OSLO (mut). Norwegische Neurologen um Dr. Karsten B. Slot aus Oslo äußern die Hoffnung, dass sich mit Reha-Maßnahmen das Leben von Apoplexie-Patienten verlängern lässt. In einer Analyse von Daten von über 7700 Schlaganfallpatienten stellten sie fest, dass die Prognose um so besser ist, je selbstständiger die Patienten sechs Monate nach dem Schlaganfall sind.

Patienten, die sich nach einem halben Jahr noch selbst versorgen konnten, lebten im Median noch 9,7 Jahre, solche, die im Alltag Hilfe benötigten, jedoch nur 6 Jahre. Auf einer fünfteiligen Skala zu funktionellen Einschränkungen lebten Patienten mit dem besten Wert (0 bis 1 Punkte) im Median noch knapp 13 Jahre, solche mit dem schlechtesten Wert (5 Punkte) dagegen nur 2,5 Jahre.

In weiteren Studien müsse jetzt geprüft werden, ob Reha-Maßnahmen nicht nur die Funktionalität der Patienten verbessern, sondern damit auch tatsächlich das Leben verlängern, so die Autoren (BMJ online).

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