Prophylaxe von Reinsulten - zwei Regime wirksam

NIZZA (Rö). Zur Sekundärprävention von Schlaganfällen ist die Kombination aus retardiertem Dipyridamol plus ASS so wirksam wie die Therapie mit Clopidogrel. Und: Eine zusätzliche Behandlung mit Telmisartan vermindert die Rate von erneuten Schlaganfällen oder größeren vaskulären Symptomen im Vergleich zu Placebo nicht.

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Das sind die Hauptergebnisse der Studie PRoFESS*, die jetzt bei der Europäischen Schlaganfall-Konferenz in Nizza vorgestellt worden sind. An der Studie hatten 20 332 Patienten mit Schlaganfall nicht kardioembolischer Ursache teilgenommen.

Im Studienverlauf von zweieinhalb Jahren waren in der Gruppe mit der plättchenhemmenden Kombination aus retardiertem Dypiridamol (200 mg) plus ASS (25 mg) zweimal täglich 9,0 Prozent Reinsulte aufgetreten. Bei Clopidogrel (75 mg täglich) waren es 8,8 Prozent gewesen, was statistisch keinen Unterschied bedeutet. Bei ischämischem Reinfarkten lag die Rate mit der Kombinationstherapie bei 7,7 Prozent, mit Clopidogrel bei 7,9 Prozent - ein absoluter Unterschied von 25 Patienten. Aber mit der Kombination gab es 38 hämorrhagische Schlaganfälle mehr als mit Clopidogrel (0,8 versus 0,4 Prozent).

Die Raten für den sekundären Endpunkt, die Kombination aus Schlaganfall, Myokardinfarkt und Tod wegen einer vaskulären Erkrankung waren mit 13,1 Prozent in beiden Behandlungsgruppen gleich. Bedeutende Blutungen und intrakraniale Blutungen waren mit der Kombitherapie mit 4,1 Prozent im Vergleich zu 3,6 Prozent bei Clopidogrel etwas häufiger. Dieser Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant.

Per Zufallsauswahl erhielten die Patienten zudem noch 80 mg Telmisartan täglich oder ein entsprechendes Placebo. Im Vergleich zu Placebo ergab sich bei der Rate der Schlaganfälle mit 8,7 Prozent im Vergleich zu 9,2 Prozent bei Placebo kein signifikanter Unterschied. Dies galt auch für den kombinierten sekundären Endpunkt.

www.eurostroke.eu hat Informationen zum Kongress

*Prevention Regimen for Effectively avoiding Second Stroke

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