Ärzte Zeitung, 16.06.2008

Nach Insult Tsunamiwelle im Gehirn

HEIDELBERG/KÖLN (eb). Nach einem Schlaganfall sind auch nicht betroffene Hirnareale gefährdet: Wellen elektrischer Erregung entstehen am Rand des abgestorbenen Gewebes und überziehen die angrenzenden Hirnregionen. Wiederholen sich diese Entladungen, sterben weitere Zellen ab. Bislang war dies nur bei Tieren beobachtet worden.

Erstmals hat eine klinische Studie der Universitäten Heidelberg und Köln sowie des Max-Planck-Institutes für neurologische Forschung in Köln belegt: Dieses Phänomen tritt nach einem Schlaganfall bei Menschen auf und ist ein Warnsignal für das weitere Absterben von Nervenzellen. Die Studie ist in diesem Monat in "Annals of Neurology" veröffentlicht worden.

Mehr als 150 000 Menschen bekommen allein jährlich in Deutschland einen Schlaganfall. Diese Erkrankung ist die zweithäufigste Todesursache in den Industrieländern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »