Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 19.01.2010

Wie Statine das Schlaganfallrisiko verringern

CHIETI (ob). Eine lipidsenkende Therapie mit Statinen reduziert nachweislich auch das Schlaganfallrisiko. Ist dies allein bedingt durch die Cholesterinsenkung oder tragen auch viel diskutierte pleiotrope Effekte der Statine zur zerebroprotektiven Wirkung bei?

Erkenntnisse dazu liefert jetzt eine aktuelle Metaanalyse italienischer Kardiologen (JACC 2010; 55: 198). Sie haben auf der Basis vieler klinischer Studien mit ingesamt fast 270 000 kardiovaskulär erkrankten Patienten die Reduktion von Schlaganfällen in Abhängigkeit von der Cholesterinreduktion (mit diversen Lipidsenkern, nicht nur Statinen) untersucht.

Die Gesamtanalyse ergab für alle Lipidtherapien eine relative Reduktion von Schlaganfällen um 12 Prozent. Signifikant war die Reduktion mit 15 Prozent allerdings nur für die Lipidsenkung mit Statinen. Keine Therapie hatte einen Effekt auf tödliche Hirninsulte.

Die prozentuale Cholesterinsenkung korrelierte signifikant mit dem Ausmaß der Risikoreduktion: Pro Abnahme des Gesamtcholesterins um 1 Prozent verringerte das relative Schlaganfallrisiko um 0,8 Prozent. Statine reduzierten das Risiko am stärksten, aber dieser Nutzen war proportional zur Reduktion von Gesamt- und LDL-Cholesterin. Pleiotrope Effekt können demnach wohl nicht als Erklärung dienen.

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