Wie Statine das Schlaganfallrisiko verringern

Veröffentlicht:

CHIETI (ob). Eine lipidsenkende Therapie mit Statinen reduziert nachweislich auch das Schlaganfallrisiko. Ist dies allein bedingt durch die Cholesterinsenkung oder tragen auch viel diskutierte pleiotrope Effekte der Statine zur zerebroprotektiven Wirkung bei?

Erkenntnisse dazu liefert jetzt eine aktuelle Metaanalyse italienischer Kardiologen (JACC 2010; 55: 198). Sie haben auf der Basis vieler klinischer Studien mit ingesamt fast 270 000 kardiovaskulär erkrankten Patienten die Reduktion von Schlaganfällen in Abhängigkeit von der Cholesterinreduktion (mit diversen Lipidsenkern, nicht nur Statinen) untersucht.

Die Gesamtanalyse ergab für alle Lipidtherapien eine relative Reduktion von Schlaganfällen um 12 Prozent. Signifikant war die Reduktion mit 15 Prozent allerdings nur für die Lipidsenkung mit Statinen. Keine Therapie hatte einen Effekt auf tödliche Hirninsulte.

Die prozentuale Cholesterinsenkung korrelierte signifikant mit dem Ausmaß der Risikoreduktion: Pro Abnahme des Gesamtcholesterins um 1 Prozent verringerte das relative Schlaganfallrisiko um 0,8 Prozent. Statine reduzierten das Risiko am stärksten, aber dieser Nutzen war proportional zur Reduktion von Gesamt- und LDL-Cholesterin. Pleiotrope Effekt können demnach wohl nicht als Erklärung dienen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ACC-Kongress

Vorhofflimmern: Kann ein Vorhofohrverschluss die Antikoagulation ersetzen?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zunehmend Evidenz für additive Therapien

Insulinresistenz auch bei Typ-1-Diabetes in den Fokus nehmen!

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert

Lesetipps
Junge Menschen trösten eine Frau.

© Photographee.eu / stock.adobe.com

Vom Mentor bis zur Trainings-App

So unterstützen Sie junge Erwachsene mit Krebs