Ärzte Zeitung, 29.10.2010

Tödlicher Schlaganfall alle 6 Sekunden

Alle sechs Sekunden stirbt weltweit ein Mensch an einem Schlaganfall - daran erinnert der heutige Weltschlaganfalltag.

Von Sabine Kemmler

BERLIN. Mit dem Motto "1 von 6" wird am diesjährigen Weltschlaganfall-Tag darauf aufmerksam gemacht, dass alle sechs Sekunden ein Mensch an Apoplexie stirbt.

Der Weltschlaganfall-Tag wird seit dem Jahr 2000 von der World Stroke Organization organisiert. In Deutschland gibt es bundesweite Veranstaltungen von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

So werden neurologische Kliniken in elf Regionen die Bevölkerung über typische Schlaganfallsymptome, Risikofaktoren und das richtige Handeln bei Schlaganfall-Verdacht - nämlich 112 wählen - unterrichten. Die Aufklärungskampagnen werden von einem umfangreichen Angebot mit Evaluation des Schlaganfall-Risikoprofils, Beratungen zum Lebensstil und Ultraschalluntersuchungen der extra- und intrakraniellen Gefäße begleitet.

Da bisher wenig über den Effekt solcher Aufklärungskampagnen bekannt ist, wird sie in diesem Jahr wissenschaftlich untersucht. Die Besucher der einzelnen Veranstaltungen der Aufklärungskampagne werden davor und danach evaluieren, um den Lernzuwachs zu erfassen.

Weiterhin soll der Einfluss der Art der Informationsveranstaltung auf das Wissen untersucht werden. Hierzu werden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhält Informationen per Vortrag eines Experten mit Folien und Rückfragen aus dem Publikum, die zweite hört zusätzlich den Vortrag eines Betroffenen, die dritte erhält zusätzlich zum Expertenvortrag speziell entwickeltes Filmmaterial.

Die Aufklärung wird mit dem kostenlosen "Notfallpaket" der Schlaganfall-Hilfe zur Aktion unterstützt. Es besteht aus einem Notfall-Faltblatt, der Symptom-Checkkarte und einem Symptom-Test.

Das Paket gibt es bei: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Carl-Miele-Str. 210, 33311 Gütersloh. info@schlaganfall-hilfe.de, Tel.: 01 80 / 55 36 000.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »