Wie das Gefühl der Körperzugehörigkeit gestört wird

LEIPZIG (eb). Forscher der Uni Leipzig haben herausgefunden, warum bei einigen Schlaganfall-Patienten das Körperzugehörigkeitsgefühl gestört ist. Dies geschieht, wenn Verbindungen zwischen dem ventralen prämotorischen Kortex und anderen Hirnarealen, in denen Sinnesinformationen getrennt verarbeitet werden, unterbrochen sind.

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Dahinter gekommen sind die Forscher mit dem Versuch der Puppenhand-Illusion: Dabei wird bei einer Versuchsperson die Illusion erzeugt, dass die Hand einer Schaufensterpuppe als zum eigenen Körper zugehörig empfunden wird.

Die Hand der Schaufensterpuppe liegt für die Versuchsperson sichtbar auf den Tisch, während ihre eigene Hand abgedeckt, also nicht sichtbar, danebenliegt.

Werden nun die Hand des Untersuchten und die künstliche Hand gleichzeitig bestrichen, stellt sich bei fast allen Probanden unter fortgesetzter Betrachtung der bestrichenen Puppenhand nach wenigen Sekunden der Eindruck ein, dass die Puppenhand zum eigenen Körper gehört.

Mit diesem Experiment wird ein umgekehrtes Phänomen wie bei der neurologischen Störung erzeugt. Die Hirnfunktion kann aber genauso gut wie bei der Störung untersucht werden.

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