Direkt zum Inhaltsbereich

Schlaganfall bei Schwangeren immer häufiger

ATLANTA (eb). Bei schwangeren Frauen ist es in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer häufiger zu Schlaganfällen gekommen. Der Grund dafür ist offenbar, dass zerebrovaskuläre Risikofaktoren auch bei jüngeren Frauen inzwischen häufiger auftreten.

Veröffentlicht:

Zwischen 1994 und 2007 stieg die Schlaganfallinzidenz von schwangeren Frauen pränatal von 15 auf 22 pro 100.000. Postpartal war sogar ein Anstieg von 12 auf 22 pro 100.000 zu verzeichnen.

Das berichten Forscher, nach der Datenanalyse von 17 Millionen Schwangeren (Gynäkologe 2011; 44(10): 782 und Stroke 2011; 42: 2564-2570).

Klassische Risikofaktoren scheinen relevant zu sein, wie die US-Wissenschaftler um Professor Elena V. Kuklina vom Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta ermittelt haben: Gründe für den deutlichen Anstieg der Schlaganfallrate sehen die Wissenschaftler vor allem in einer ungesünderen Lebensweise mit wenig Bewegung, ungeeigneter Ernährung und Übergewicht.

Migräne und Schlaganfallrisiko

In der aktuellen Analyse wies mehr als die Hälfte der Frauen mit postpartalem Schlaganfall klassische Risikofaktoren wie eine Hypertonie oder Herzerkrankung auf.

Auch Migräne geht vermutlich mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko für einher. Denn insgesamt gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass während einer Schwangerschaft das Schlaganfallrisiko generell erhöht ist. Migräne kann allerdings auf eine hohe Apoplexiegefahr in der Schwangerschaft hinweisen.

Bei Schwangeren mit Migräne war die Schlaganfallrate um den Faktor 19 erhöht, die Herzinfarktrate war um den Faktor Fünf erhöht. Möglicherweise ist die Schwangerschafts-Migräne Zeichen einer Präeklampsie. Mit diesem Zusammenhang könnte man das erhöhte Schlaganfallrisiko erklären.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ACC-Kongress

Vorhofflimmern: Kann ein Vorhofohrverschluss die Antikoagulation ersetzen?

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Bundesgesundheitsministerin im Interview

Nina Warken über Reformdruck: „So wie bisher kann es doch nicht weitergehen“

Lesetipps
Blick in ein Blutgefäß

© Superrider / Stock.adobe.com

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren