Rekordverdächtig: Lyse bei 104-Jähriger nach Schlaganfall

BERLIN (gvg). Intravenöse Lysethe rapien sind nach wie vor nur bis zu einem Alter von 80 Jahren zugelassen.

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Neurologen empfehlen aber schon länger, auf Basis existierender Daten bei sonst eindeutiger Indika tion auch jenseits dieser Altersgrenze eine Lyse in Betracht zu ziehen.

Am Universitätsklinikum Freiburg haben Kollegen jetzt eine 104 Jahre alte Frau mit rechtsseitiger Hemi parese und globaler Aphasie (NIHS-Score 19) erfolgreich mittels Lyse therapie behandelt.

Sie berichteten darüber bei der Arbeitstagung Neurologische Intensivmedizin (ANIM 2012) in Berlin. Die Patientin kam zweieinhalb Stunden nach Sym ptombeginn ins Krankenhaus.

70 Prozent der normalen Dosis

Sie zeigte in der MRT-Untersuchung eine ausgeprägte Perfusionsstörung bei noch relativ gering ausgeprägter Diffusionsstörung.

Diese Konstellation gilt als günstig für eine Lysetherapie, die dann schließlich dreieinhalb Stunden nach Symptombeginn mit 70 Prozent der üblichen Dosis eingeleitet wurde.

Innerhalb weniger Stunden war die Schlaganfallsymptomatik deutlich rückläufig. Nach neun Wochen verblieben bei der Patientin lediglich gering ausgeprägte Empfindungs- und Wortfindungsstörungen (NIHS-Score 2).

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