Ärzte Zeitung, 07.11.2012

Schlaganfall

Anästhetikum verbessert Trainingserfolg

JENA (eb). Lokalanästhesie kann die Motorik von Patienten nach Apoplexie deutlich verbessern, meldet die Uni Jena.

Forscher der Uni hätten beobachtet, dass sich der Effekt eines Bewegungstrainings (Taubsches Training) steigern lässt, wenn die Sensitivität des bewegungseingeschränkten Armes durch ein Anästhetikum herabgesetzt wird (Journal of Neuroscience Vol. 32 (34): 11773-11779).

36 Patienten wurde ein Lokalanästhetikum in Form einer Salbe oder Placebo auf den gelähmten Unterarm aufgetragen.

Das Gehirn reagiere auf ausbleibende Reize aus dem Unterarm mit einer gesteigerten Sensitivität in der Hand, in deren Folge sich auch die motorischen Fertigkeiten verbessern, heißt es in der Mitteilung der Uni.

Dieser Prozess setze innerhalb von Minuten ein. Ob die Kombi von Lokalanästhesie und Bewegungstraining auch langfristig die Beweglichkeit nach Apoplexie bessert, soll eine Folgestudie klären.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »