Ärzte Zeitung, 15.06.2005

Einfluß von Ximelagatran auf Leber reversibel

DALLAS (ner). In einer vor kurzem publizierten Analyse zur Verträglichkeit des Thrombinhemmers Ximelagatran sind Berichte über eine vermehrte Lebertoxizität des Antikoagulans bei Langzeitanwendung relativiert worden. Demnach muß bei einer Verordnung von länger als 35 Tagen bei knapp acht Prozent der Patienten mit meist asymptomatischen ALAT (Alaninaminotransferase)-Erhöhungen gerechnet werden.

Für die Analyse waren die Daten von mehr als 6900 mit Ximelagatran (Exanta®) behandelten Patienten mit denen von 6200 Patienten verglichen worden, die Warfarin, niedermolekulares Heparin gefolgt von Warfarin oder Placebo erhalten hatten, und zwar durchschnittlich ein Jahr lang.

Das berichten Dr. William M. Lee von der University of Texas in Dallas und sein Team (Drug Safety 28, 2005, 351). ALAT-Erhöhungen um mehr als das Dreifache der Norm traten unter Verum bei 7,9 Prozent und in der Kontrollgruppe bei 1,2 Prozent der Patienten auf. Kombinierte ALAT- und Bilirubin-Erhöhungen gab es in der Thrombinhemmer-Gruppe bei 0,5 Prozent der Patienten.

Die Gesamtmortalitätsrate war in beiden Gruppen mit etwa vier Prozent ähnlich. Zudem unterschied sich die Mortalität nicht zwischen den Verum-Patienten mit dreifachen ALAT-Erhöhungen und ALAT-Werten darunter. Meist träten die Transaminasen-Erhöhungen innerhalb der ersten sechs Therapiemonate auf, so Lee und seine Kollegen. Die Werte hätten sich bei den meisten Patienten wieder normalisiert, und zwar unabhängig davon, ob die Therapie gestoppt oder fortgesetzt wurde.

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