Ärzte Zeitung, 15.07.2010

Reise-Beratung zu Thrombosen nützt Frauen besonders

DÜSSELDORF (eb). Reisedurchfall und Reisethrombose gefährden Frauen mehr als Männer. Sie sollten daher ihre Reisen besonders sorgfältig vorbereiten. Darauf weist Bettina Flörchinger, Frauenärztin im CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf hin. Der Grund für die erhöhte Gefahr: Die Wirkung von Hormonpräparaten wie die Pille und Medikamente gegen Wechseljahrsbeschwerden kann durch Reisedurchfall verloren gehen. Außerdem sind beide Mittel ein Risikofaktor für die Entstehung einer Reisethrombose bei mehrstündigem Sitzen beispielsweise während langer Fahrten mit dem Auto, Bus oder im Flugzeug.

Frauen sollten auf Reisen darauf achten, vorsorglich möglichst viel zu trinken und die Beine regelmäßig zu bewegen. Dies kann durch Gehen im Gang des Flugzeugs oder in Fahrpausen auf dem Rastplatz geschehen aber auch im Sitzen durch kleinere Übungen etwa durch Wippen mit den Füßen und mehrfachem Anspannen und Entspannen der Wadenmuskulatur. "Darüber hinaus ist es bei langen Reisen sinnvoll, spezielle Reisestrümpfe zu tragen", empfiehlt Flörchinger. Denn sie unterstützen den Rückfluss des Blutes und verringern somit das Risiko einer Thrombose.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »