Ärzte Zeitung, 27.09.2013

Venöse Thromboembolie

Augenmaß bei Tests auf Thrombophilie!

STOCKHOLM. Bei bis zur Hälfte der Patienten mit venöser Thromboembolie (VTE) kann eine Form der Thrombophilie nachgewiesen werden. Formen mit hohem Risiko sind eher selten, wenig klinisch relevante häufiger.

Deshalb warnte Saskia Middeldorb, Amsterdam, beim EHA-Kongress in Stockholm vor einem breiten Einsatz teurer Tests.

Für praktikabel hält sie, alle VTE-Patienten, Personen mit familiärem Risiko, Hochrisikopersonen vor Einsatz von Hormonpräparaten, vor der Konzeption oder früh in der Schwangerschaft zu testen. Routinemäßige Tests für alle Krebspatienten hält sie nicht für sinnvoll.

Einen Grund für den zurückhaltenden Einsatz von Tests sieht Middeldorb auch in dem nicht belegten Effekt auf das klinische Ergebnis.

Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass die Tests meist aufgrund eines vermuteten Risikos durchgeführt werden und dieses dann nur noch bestätigen, das geplante Vorgehen aber gar nicht mehr beeinflussen. (fk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »