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Vieles hilft, Venenleiden vorzubeugen

MÜNCHEN (wst). Venenleiden bis hin zu Thromboembolien und postthrombotischem Syndrom nehmen zu. Frauen sind von Venenerkrankungen mehr als doppelt so häufig betroffen wie Männer.

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Als geschlechtsspezifische Risikofaktoren bei Frauen sind vor allem späte Schwangerschaften, Ovulationshemmer und die Hormonersatztherapie in und nach den Wechseljahren von Bedeutung. Einfache Maßnahmen können die Gefährdung für Venenleiden reduzieren, erinnert die Gynäkologin Dr. Cornelia von Hagens bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin KFN in München.

Werden schon lediglich kosmetisch störende Befunde wie ausgeprägte Besenreiservarizen mitgezählt, haben in den westlichen Industrienationen etwa 50 Prozent der über 40jährigen Frauen und 70 Prozent der über 50jährigen Frauen eine Venenerkrankung, hat die Leiterin der Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Universitätsfrauenklinik Heidelberg berichtet.

Viele Allgemeinmaßnahmen hätten sich bewährt, um die Venen zu schonen, so von Hagens: Übergewicht reduzieren, auf Rauchen verzichten, ungünstige Sitzpositionen und langes Stehen meiden, viel trinken und sich viel bewegen, sowie Gefäßtraining mittels Kneipp-Anwendungen. Und: Wer im Berufsleben viel stehen muß, sollte während der Arbeit Kompressionsstrümpfe tragen.

Was die Kontrazeption betrifft, sollte bei anamnestisch oder familienanamnestisch belasteten Frauen oder solchen mit zusätzlichen Risikofaktoren für Venenleiden auf nicht hormonelle Formen der Kontrazeption gesetzt werden, empfahl die Gynäkologin. Wird bei Frauen in der Postmenopause eine Hormonersatztherapie erwogen, sollte das dadurch erhöhte Thromboserisiko bei der Nutzen-Risiko-Abwägung bedacht werden.

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