Ärzte Zeitung, 17.08.2011

Stützstrümpfe beugen Schlafapnoe vor

Erfolg bei Patienten mit venöser Insuffizienz

PARIS (eis). Stützstrümpfe sind bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz offenbar eine einfache und wirksame Maßnahme gegen Schlafapnoe.

Stützstrümpfe beugen Schlafapnoe vor

Kompressionsstrümpfe: Zahl der Ödeme sinkt, Lebensqualität steigt.

© niehoff / imago

Wasser in den Beinen und die anschließende Rückverteilung der Flüssigkeit beim Liegen in den Nacken verengen die oberen Atemwege und tragen so zu Apnoe und Hypopnoe bei. Um Möglichkeiten der Prophylaxe zu untersuchen, haben Forscher aus Frankreich und Kanada zwölf schlanke Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz in eine Studie aufgenommen (Am J Respir Crit Care Med 2011; online 11. August).

Je die Hälfte der Patienten trug nach dem Zufallsprinzip je eine Woche lang Stützstrümpfe oder nicht. In einer zweiten Woche wurde gewechselt. Die Forscher bestimmten vor und nach jeder Woche das Wasser in den Beinen, die Wassermenge im Nacken und den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI).

Bei diesem Index wird die mittlere Zahl von Apnoe- und Hypopnoe-Episoden je geschlafener Stunde registriert.

Ergebnis: Im Vergleich zu den Wochen ohne Stützstrümpfe war bei der Kompression sowohl die Menge des Wassers in den Beinen als auch der Umfang des Nackens um 60 Prozent verringert. Die Zahl der Apnoe- und Hypopnoe-Episoden pro Stunde Schlaf verringerte sich an Tagen mit Stützstrümpfen um 36 Prozent (von 48 auf 31).

Die Forscher räumen ein, dass die Studiendauer mit zwei Wochen nur sehr kurz war. Auch wurden bisher nur schlanke und keine adipösen Patienten untersucht. Und schließlich regen sie an, künftig die Auswirkung von Stützstrümpfen auf die klinischen Symptome von Schlafapnoe wie Tagesmüdigkeit zu untersuchen.

[13.10.2011, 18:14:50]
Peter Peschel 
Bei Arterio-/Venösen Problemen –apperative Impulse u.Kompression eine Alternative
Akuter wie auch Prä - u. Post OP-Einsatz von AV Impulse-Systeme kann Thrombo- Komplikationen senken.
Durch den zusätzlichen,supportiven akuten, wie auch prä-, peri- u. postoperativen Einsatz o.a. Geräte gibt es die Möglichkeit einer effektiven TVT / Thrombo–Embolieprophylaxe, schnellere Abschwellungen, wie auch eine verbesserte Wundheilung um bis zu ca.30% erzielen zu können. Die Anwendung von mechanischen Geräten zur intermittierenden Fuß/Hand-Impulskompression des Venenplexuses , AV-Impulse-System , fördern die Durchblutung u. Lymphaktivität sowie den Zu-u. Abfluss von O2/CO2 u. metabolischen Stoffen, damit einhergehend auch eine Absenkung der genannten Komplikationsraten. Die Geräte können dem Patienten verordnet werden so dass er zu Hause u. in der Klinik damit arbeiten kann, ca. 4 Std/tgl. Eine Hilfsmittel-Nr.ist vorhanden und die anfallenden Kosten können somit von den Kassen übernommen werden u. belasten nicht das Heilmittelbudget der Praxis. Der Einsatz ist auch in den IPB /AVK Leitlinien Phlebologie 2004, benannt.
.Pitto et.al.Biomed Tech,2001 Hemodynamics-PneumaticFootCompression ;
Pitto Mechanicl Prophylaxe of Deep VT, Journ.of Bone a.Joint Surgery,2004;
G.M.Ivanic et al. Die interm.Impulskompression zur Abschwellung u.Thromboseprophylaxe-Pilotstudie nach Hüft-TEP,Unfallchirug 2006 zum Beitrag »
Intensivmedizin .Yamashita, et.al. 15,Blood Flow Velocity of the Feroral Vein with Foot Exercise Compared to Pneumatic Foot Compression Clinical Anästhesia , 2005
Weitere Literatur Info: http://www.oxycare-gmbh.de/literatur/krankheiten-literatur/gef%C3%A4%C3%9F-probleme.html  zum Beitrag »

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