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Software rettet die Stimme für die Zeit nach Kehlkopf-Op

OLDENBURG (ddp). Trotz Verlusts des Sprechvermögens weiterhin die eigene Stimme nutzen - das ermöglicht ein Programm von Forschern der Universität Oldenburg.

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Das Programm ist gedacht für Menschen mit Kehlkopfkrebs oder Erkrankungen wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Zwar existieren bereits Sprechprogramme, die Menschen nach Kehlkopf-Op die verbale Kommunikation ermöglichen, aber die Stimme klingt künstlich.

Für das neue Programm machen Patienten, denen ein Stimmverlust bevorsteht, zunächst eine Sprachaufnahme. Dabei lesen sie eine Wortliste vor mit mehreren tausend Silben und allen Phonemen (bedeutungsunterscheidenden Lauten).

Das dauert etwa drei Stunden. Wichtig ist, dass die Patienten von dieser Möglichkeit früh erfahren, damit ihre Stimme noch gut klingt. Sobald sie ihre digital gespeicherte Stimme benötigen, wird das Sprachmaterial in das individuelle Sprechprogramm integriert. Nach der Installation des Programms auf dem Computer geben die Patienten Sätze ein, die wie mit der eigenen Stimme wiedergegeben werden.

Inzwischen haben die Forscher ein angepasstes Programm für 50 Patienten erstellt. Das Verfahren wurde bereits in das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen aufgenommen.

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