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Rezidivprophylaxe bei Nasenpolypen ratsam

HEIDELBERG (gvg). Patienten, die wegen einer Polyposis nasi operiert wurden, sollten anschließend eine konsequente Rezidivprophylaxe erhalten.

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Die Notwendigkeit einer Prophylaxe belegt die Krankengeschichte einer 53-jährigen Patientin. Sie hatte sich wegen einer seit zwei Monaten behindernden Nasenatmung an die Heidelberger Uniklinik gewandt, berichtet die HNO-Ärztin Dr. Sabine Liebler vom Universitätsklinikum Heidelberg in einem Beitrag für die Fachzeitschrift "Der Pneumologe".

Anamnestisch war eine Pollenallergie mit zusätzlichen asthmatischen Beschwerden bekannt. Deswegen wurde die Patientin mit Montelukast, Fenoterol und Ipatropiumbromid behandelt. Acht Jahre zuvor sei außerdem eine Nasenpolypektomie beidseits vorgenommen worden, berichtete die Patientin.

Die Heidelberger Experten fanden in der Spiegeluntersuchung eine gerötete Nasenschleimhaut und eine livide verfärbte untere Nasenmuschel sowie eine ausgeprägte Polyposis. Bei der Auskultation imponierten trockene Rasselgeräusche, und das koronare CT der Nasennebenhöhlen zeigte eine praktisch vollständige Verschattung des Sinus maxillaris und der Ethmoidalzellen.

Die Diagnose der Kollegen lautete Rezidiv der Polyposis mit zusätzlich sinubronchialem Syndrom als Folge eines Etagenwechsels der allergischen Rhinitis in Richtung Bronchien.

Die Therapie war entsprechend zweigleisig: Zum einen wurde das Rezidiv der Polyposis endoskopisch in Intubationsnarkose ausgeräumt, nachdem die Größe der Polypen zunächst mit einer fünftägigen Kortison-Stoßtherapie verringert worden war. Zur Rezidivprophylaxe bekam die Patientin kortikoidhaltiges Nasenspray als Dauertherapie.

Parallel dazu kümmerten sich die HNO-Ärzte um die allergische Rhinitis und begannen eine spezifische Immuntherapie, um so die Symptome des bereits vollzogenen Etagenwechsels in Richtung Asthma bronchiale zu lindern.

Auch mit Blick auf die Polyposis sei eine Hyposensibilisierung sinnvoll, wie Liebler betonte. Denn diese Behandlung reduziere zusätzlich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Rezidiv der Polypen.

Der Pneumologe 5, 2008, 183

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