Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 15.02.2010

NRW-Projekt "Tinnitus - na und?!" startet am 1. März

DUISBURG (eb). Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden an ständigen Ohrgeräuschen und werden hierdurch teilweise stark beeinträchtigt. Da die natürlichen Verarbeitungsmechanismen eher noch zu einer Verstärkung der Geräusche führen, kommt es häufig zu einem Eskalationsprozess, der für die Betroffenen nur schwer kontrollierbar ist.

Hier setzt das vom Institut für integrative Medizin entwickelte Konzept "Tinnitus - na und?!" an, das in einer gemeinsamen Aktion von HNOnet NRW eG und der deutschen Tinnitus-Liga landesweit in Nordrhein-Westfalen zum 1. März 2010 startet.

Das Konzept basiert auf bewährten und wissenschaftlich geprüften Therapiemaßnahmen, die individuell kombiniert werden und alle Aspekte des komplexen Beschwerdebildes berücksichtigen. Dabei werden die Patienten zunächst in einem öffentlichen Vortrag über ihr Krankheitsbild und die Behandlungsmöglichkeiten informiert.

In einem Einzelgespräch wird dann gemeinsam mit einem HNO-Facharzt ein individueller Therapieplan erstellt. Die Therapiebausteine können jederzeit an den Verlauf angepasst werden. Damit ist erstmals eine flächendeckende Versorgung von chronischen Tinnitus-Patienten in NRW gegeben.

www.hnonet-nrw.de

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »