Ärzte Zeitung online, 22.09.2015

Aktionswoche

Aufklärung zu Krebs von Hals und Kopf

Ein Informationsblatt im Internet klärt über Risikofaktoren und Symptome von Kopf-Hals-Krebs auf.

DARMSTADT. Bereits zum dritten Mal initiiert die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft (EHNS) eine Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs. Ziel der Aktivitäten vom 21. bis 25. September ist es, Risikofaktoren, Präventionsmöglichkeiten und Symptome der Erkrankung bekannt zu machen, teilt Merck Serono mit.

"Jedes Jahr wird in Europa bei 350.000 Menschen Kopf-Hals-Krebs diagnostiziert und über die Hälfte davon wird nach fünf Jahren nicht mehr am Leben sein. Und das, obwohl Patienten bei früher Diagnose und Behandlung eine Überlebensrate von 80-90 Prozent haben könnten," wird Professor René Leemans, Vorsitzender der EHNS, in der Mitteilung zitiert.

Aktionswoche mit Partnern

Daher finden am 23. September Patiententage in Kliniken statt - mit kostenlosen Screenings, Vorträgen und umfangreichen Informationsmaterialien. In Deutschland wird die Aktionswoche gemeinsam mit den Landespartnern der EHNS, Ärzten und Patientenorganisationen -  unter anderem unterstützt von Merck Serono veranstaltet.

60 bis 70 Prozent der Kopf-Hals-Tumore werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Wie bei allen Krebserkrankungen gilt jedoch: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto besser lässt er sich behandeln. Eine gute Orientierung bietet hier die "1 für 3"-Definition.

Sobald ein Symptom länger als drei Wochen anhält, sollte medizinischer Rat eingeholt werden, heißt es in der Mitteilung. Weitere Informationen zur "1 für 3"-Regel und den Risikofaktoren von Kopf-Hals-Krebs sind in einem Informationsblatt der EHNS zusammengestellt, das über die Internetseite www.kopf-hals-krebs.de abrufbar ist.

In Deutschland werden die Veranstaltungen während der Aktionswoche u.a. von der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren der DKG, der Arbeitsgemeinschaft Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie dem Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e.V., der Kopf-Hals-Tumorstiftung und Merck Serono unterstützt. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »