Ärzte Zeitung, 14.11.2008

Im Test: Neue Option für Frauen mit Libidoverlust

BIBERACH (sh). Bis zu zehn Prozent der Frauen sind von der sogenannten Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) betroffen. Das Unternehmen Boehringer Ingelheim hat mit Flibanserin eine Substanz in der klinischen Entwicklung, die solchen Frauen in naher Zukunft helfen soll.

Die Störung mit vermindertem sexuellen Verlangen ist dadurch gekennzeichnet, dass die betroffenen Frauen eine Änderung zu ihrer früheren Situation beschreiben und dadurch unter einem Leidensdruck stehen. Mit Flibanserin befindet sich derzeit ein 5-HT1A-Rezeptorantagonist in der klinischen Prüfung, der fälschlicherweise als "Viagra für die Frau" bezeichnet werde, so Dr. Manfred Haehl, Bereichsleiter Medizin bei Boehringer Ingelheim, bei einer Pressekonferenz des Unternehmens in Biberach. Flibanserin greift an Neurotransmitter-Rezeptoren im präfrontalen Cortex an.

Die im Februar 2008 beim Kongress der ISSWSH (International Society for the Study of Women's Sexual Health) in San Diego in den USA vorgestellten Ergebnisse der ROSE-Studie belegten erstmals die Wirksamkeit der Substanz in dieser Indikation. Derzeit wird Flibanserin in einem großen Phase-III-Programm namens Bouquet® in sieben Studien bei rund 5000 Frauen untersucht. Ergebnisse werden 2009 erwartet.

[20.11.2008, 07:23:47]
Ulrich Starke 
Weibliche Libido
Das Problem kann nur ganz anders gelöst werden :
Andere Männer braucht das Land. Statt taffen , faulen Machos - sensible , einfühlsame Typen mit viel Fantasie !
Ulrich Starke ,Psychoanalytiker zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Dicke Raucher riskieren ihre Haarpracht

Doppelt ungünstig: Adipöse Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Alopezie. Ein solcher Zusammenhang wird aufgrund der Resultate einer italienischen Studie vermutet. mehr »

Mein Ausweg aus dem Hamsterrad

Jana Draffehn ist Ärztin in Weiterbildung und will eine Hausarztpraxis im thüringischen Hermsdorf übernehmen. Warum das Leben als Landärztin ist für sie ein Traumjob mit vielen Vorteilen ist. mehr »

Warum die Therapie manchmal nicht klappt

Spricht ein Patient mit Erektiler Dysfunktion (ED) schlecht auf eine Therapie mit PDE-5-Hemmer an, kann es an der Dosis liegen – oder am Mann. Unser Sommerakademie-Spezial. mehr »