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Kaffee oder Kinder

RENO (hub). Klappt's mit dem Nachwuchs nicht, könnte das am hohen Kaffeekonsum der Mutter in spe liegen.

Veröffentlicht:

Denn Koffein hemmt die Kontraktion der Muskulatur im Eileiter, was den Transport der Eizelle verhindern kann. Zu diesem Ergebnis sind US-Forscher durch In-vitro-Experimente mit Eileitergewebe gekommen.

Koffein führte zu einer Hyperpolarisation der Membranen und hemmte so die Muskelkontraktion (BJP 2011; 163: 745).

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 12.08.201110:34 Uhr

Koffein und M ä u s e fertilität!

Was nicht passt, wird passend gemacht - mir stehen die Haare zu Berge, weil die ''Key''-Worte "Mouse" oder "Mice" im Abstract der Veröffentlichung des angesehenen ''British Journal of Pharmacology'' n i c h t existieren!
doi: 10.1111/j.1476-5381.2011.01266.x

Erst im zweiten Absatz der Originalarbeit wird verschämt auf die Gattung M a u s und nicht Mensch als Studienobjekt hingewiesen. Vergessen wird allerdings nicht, in der Einleitung auf Studienergebnisse mit frisch gebrühtem Kaffee ("caffeine content of brewed coffee is 56–100 mg") hinzuweisen.

Ich stelle mir dabei lebhaft vor, wie zig Millionen (oder sind es Milliarden?) Mäusefrauen w e l t w e i t morgens ihre Kaffeemaschinen anwerfen, um in Ermangelung wirksamerer oraler Kontrazeption wenigstens durch forcierten Kaffeegenuss ihre überbordende Fertilität zu bändigen.

Aber was haben eigentlich in den Wüsten von Nevada "Muskelpräparate von mehreren Eileitern der Labormäuse" mit der menschlichen Reproduktionsmedizin zu tun? Die Geburtenraten sind u n abhängig von Koffein-Konsumgewohnheiten selbst in Kaffeeanbaugebieten nicht verringert. Hat Kinderkriegen und Kaffeekonsum eher mit psychosozialen, sozioökonomischen und demografischen Faktoren bzw. Summationseffekten bei ''späten Erstgebärenden'' zu tun?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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