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Ein Baseball verursacht blauen Handballen

DRESDEN (ner). Wiederholte Frakturen führten bei einem Sportstudenten zur Diagnose Morbus Cushing. Der Neurochirurg konnte ihm schließlich helfen.

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Als erstes war dem 27-jährigen Mann ein schmerzhaftes palmares Hämatom aufgefallen, nachdem er einen Baseball gefangen hatte. Monate später erlitt er bei kleineren Sportunfällen wiederholt Frakturen, unter anderem multiple Rippenfrakturen nach einem leichten Anpralltrauma beim Fußballspiel.

Die Knochendichtemessung habe schließlich eine ausgeprägte Osteoporose mit einem T-Wert von -3,4 ergeben, berichten Privatdozent Andreas Barthel von der TU Dresden und seine Kollegen (MMW 41, 2008, 4). Auffällig sei zudem gewesen, dass die körperliche Leistungsfähigkeit des Sportstudenten in den vorangegangenen Monaten deutlich abgenommen habe. Bei der Untersuchung stellten die Kollegen außer einer Plethora (vermehrtes Blutvolumen) eine Stammfettsucht mit abdominellen Striae distensea rubrae fest. Der Blutdruck war mit Werten um 148/99 mmHg erhöht. Die Laboruntersuchungen ergaben schließlich das Bild eines ACTH-abhängigen Morbus Cushing.

Ein per Magnetresonanztomografie gefundenes Hypophysenadenom konnte von Neurochirurgen entfernt und die Diagnose eines ACTH-exprimierenden Adenoms bestätigt werden. Inzwischen befindet sich der Patient klinisch und laborchemisch in kompletter Remission.

Die steroidinduzierte Osteoporose erfordert jedoch, dass das Sportstudium bis auf Weiteres unterbrochen bleibt. Die Behandlung erfolgt mit 1 g Kalzium sowie 800 I.E. Vitamin D täglich in Kombination mit der Wochentablette Alendronat 70 mg.

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