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Hormonersatz erhöht Risiko für Schlaganfall

MANNHEIM (gvg). Eine Hormonersatztherapie (HRT) bei Frauen in der Postmenopause erhöht das Schlaganfallrisiko um knapp ein Drittel. Das ist das Ergebnis einer Meta-Analyse, die auf dem Europäischen Schlaganfallkongreß in Mannheim vorgestellt wurde.

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Das Ergebnis beruht auf der Auswertung von 18 kontrollierten Studien zur postmenopausalen Hormonersatz-Therapie mit knapp 35 000 Patientinnen. "Wir wissen, daß bei Frauen das Schlaganfallrisiko nach der Menopause stark ansteigt", sagte Laura Gray, Statistikerin am Institut für Neurowissenschaften in Bath in England. Die Annahme aber, daß sich deswegen eine Hormonersatz-Therapie günstig auswirken müsse, sei offenbar falsch.

In ihrer Meta-Analyse zählten die Briten 916 Frauen, die in einer der Studien im jeweiligen Beobachtungszeitraum einen Schlaganfall erlitten hatten. Dabei lag die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses unter Therapie um 29 Prozent über der in den Placebo-Gruppen. Der Unterschied sei hochsignifikant, so Gray. Betrachte man nur die tödlich verlaufenden Schlaganfälle, so gebe es ebenfalls einen allerdings nicht signifikanten Trend zu ungunsten der HRT.

Diese Ergebnisse seien in Subgruppenanalysen weitgehend konstant gewesen, so Gray. So habe es keinen Unterschied gemacht, ob die Hormone bei Frauen mit oder ohne kardiovaskulären Risikofaktoren und kardiovaskulären Ereignissen in der Anamnese gegeben wurden. Auch die Art des Hormonpräparats sowie dessen Östrogengehalt hätten für das Schlaganfallrisiko keine Relevanz. Als Nebenbefund notierten Gray und ihre Kollegen ein unter Ersatztherapie um siebzig Prozent erhöhtes Risiko für Lungenembolien.

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