Ärzte Zeitung, 16.05.2008

Hormontherapie: geringe Dosis bei kurzer Dauer

BOSTON (hub). Die langfristige Einnahme von Hormonen in der Postmenopause erhöht das Schlaganfallrisiko geringfügig. Kurze Therapiedauer und niedrige Dosis können die Schlaganfallrate deutlich senken.

Eine Auswertung der Daten der Nurses' Health Study mit über 120 000 Frauen kommt zu dem Ergebnis: Frauen mit reiner Östrogentherapie haben eine 1,4-fach erhöhte Schlaganfallrate. Bei Frauen mit einer Östrogen-Gestagen-Kombi ist die Rate um das 1,3-Fache erhöht - verglichen mit Frauen ohne Hormontherapie.

Frauen unter 50 Jahren haben kaum ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, nehmen sie die Hormone für weniger als fünf Jahre ein (Arch Int Med 168, 2008, 861). Bei Frauen von 50 bis 54 Jahren ist statistisch mit zwei zusätzlichen Insulten auf 10 000 Frauen pro Jahr Hormontherapie zu rechnen, so die Forscher von der Harvard-Uni.

Zwischen dem Schlaganfallrisiko und der Dosis an - konjugierten - Östrogenen war der Zusammenhang eng: Die Risikofaktoren lagen bei 0,9 (0,3 mg/d), 1,5 (0,63 mg/d) und 1,6 (1,25 mg/d). Die Autoren raten zu niedrigen Dosen bei kurzer Therapiedauer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »