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Struma-Therapie - das Ziel ist klar!

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Jetzt liegen also die mit Spannung erwarteten Ergebnisse von Papillon 3 auf dem Tisch. Untersucht wurde in der Erhebung unter anderem, welche Medikamente Struma-Patienten bekommen und vor allem, wie gut bei ihnen die TSH-Werte in dem engen Zielbereich von 0,3 bis 1,2 mU /l eingestellt sind.

Die Ergebnisse sind - gelinde gesagt - nicht so gut ausgefallen, wie von Spezialisten erhofft. Nur etwa ein Drittel der Patienten hatte einen TSH-Wert im Zielbereich; jeder fünfte hatte sogar pathologische Werte.

Außerdem erhielt nur jeder Dritte die von Spezialisten favorisierte Kombitherapie mit Jodid und L-Thyroxin. Ob es an geeigneten Informationen zur Therapie mangelt und welchen Stellenwert die Compliance hat, weiß man noch nicht.

Aber: Die Ergebnisse von Papillon 3 haben auch ihr Gutes: Jetzt hat man Klarheit über die Ist-Situation bei Struma-Patienten. Und diese Situation kann ziemlich einfach verbessert werden.

Die empfohlene Strategie bei unkomplizierten Strumen, mit der man nichts falsch machen kann: Kombitherapie mit Jodid und L-Thyroxin, vierteljährliche TSH-Kontrollen, bis der Zielwert erreicht ist, und dann TSH-Kontrollen alle sechs bis zwölf Monate, plus Schilddrüsen-Ultraschall. Therapie und Kontrollen sind Kassenleistung!

Lesen Sie dazu auch: Praxisstudie macht klar: Therapie bei Struma muß viel besser werden

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