Ärzte Zeitung, 21.04.2008

Kurz notiert

Rheuma beeinträchtigt auch die Schilddrüse

Bei Frauen mit Rheumatoider Arthritis (RA) lohnt ein Check der Schilddrüse. Das ergaben Daten einer Studie aus den Niederlanden. Von den 236 RA-Patientinnen hatten fast sieben Prozent eine klinisch manifeste Hypothyreose. Und: 38 Prozent von diesen hatten eine KHK. Die Empfehlung von Professor Klaus Krüger aus München beim Rheuma Update 2008 in Wiesbaden: "Bei RA nach Hypothyreose suchen und behandeln!"

Hypothyreose täuschte Leberversagen vor

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu Aszites führen. US-Kollegen beschrieben die Krankheitsgeschichte einer 40-jährigen Frau mit Virus-bedingter Leberzirrhose. Die Patientin sollte bei zunehmenden Aszites wegen der scheinbar akuten massiven Verschlechterung der Leberrestfunktion eine Lebertransplantation bekommen. Doch dann wurde eine massive Hypothyreose diagnostiziert (TSH 155 mU / l). Die L-Thyroxin-Therapie ersparte der Patientin die Transplantation (Ann Intern Med 146, 2007, 315).

Latente Hypothyreose ist häufig bei Trisomie 21

Bei Kindern mit Down-Syndrom ist eine subklinische Hypothyreose die häufigste Schilddrüsenfunktions-Störung. Das ergaben Daten einer thailändischen Studie mit 140 Kindern mit Trisomie 21. Insgesamt 65 Kinder (40 Prozent) hatten eine Schilddrüsenfunktions-Störung; 39 Prozent hatten eine subklinische Hypothyreose; insgesamt 53 Kinder hatten Unterfunktion (J Med Assoc Thai Jan 91, 2008, 56). Unklar ist noch, ob bei betroffenen Kindern schon bei einer subklinischen Hypothyreose substituiert werden sollte. (gwa)

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