Ärzte Zeitung, 08.10.2008

Therapieerfolge mit L-Thyroxin bei häufigen Aborten

HAMBURG (ab). Habituelle Aborte werden häufig durch Schilddrüsenfunktionsstörungen ausgelöst. Eine Substitutionstherapie mit L-Thyroxin erhöht die Aussichten auf eine erfolgreiche Schwangerschaft, wie aktuelle Studiendaten belegen.

In Deutschland sind 0,5 bis 2 Prozent aller gebärfähigen Frauen von habituellen Aborten betroffen. Als etablierte Risikofaktoren seitens der Mutter gelten chromosomale Störungen, anatomische Anomalien, blutgerinnungsimmunologische Faktoren und vor allem endokrine Dysfunktionen. Unter anderem handelt es sich dabei um Schilddrüsenerkrankungen, besonders um Hypothyreosen.

In einer retrospektiven Studie haben Wissenschaftler der Universität in Innsbruck bei 47 Patientinnen mit habituellen Aborten die Schilddrüsenwerte und den Verlauf nachfolgender Schwangerschaften analysiert. Die Ergebnisse wurden beim Gynäkologen-Kongress in Hamburg vorgestellt. Demnach hatten 23 Frauen eine Schilddrüsendysfunktion: 15 Frauen hatten erhöhte TSH-Werte, 9 erhöhte Thyreoglobulin-Antikörper (TAK), 8 Frauen hatten Schilddrüsenperoxidase-Antikörper (TPO-AK) und 4 Frauen eine Hashimoto-Thyreoiditis.

Nach einer Substitutionstherapie mit L-Thyroxin wurden 16 Schwangerschaften registriert, davon haben 4 Frauen bereits entbunden und 6 sind momentan schwanger. Die übrigen 6 Frauen hatten erneut eine Fehlgeburt erlitten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »