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Hypothyreose

Thyroxin hilft bei der IVF

Bei Frauen mit subklinischer Hypothyreose und künstlicher Befruchtung ist die Geburtsrate höher, wenn sie mit L-Thyroxin behandelt werden.

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Schilddrüse im Blick.

Schilddrüse im Blick.

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BRÜSSEL. Daten einer aktuellen Metaanalyse zufolge ist bei Frauen mit subklinischer Hypothyreose und künstlicher Befruchtung die Geburtsrate höher bei einer Substitution mit L-Thyroxin als ohne die Hormonbehandlung. Es kommt häufiger zur Einnistung der Embryonen und seltener zu Fehlgeburten.

Belgische Endokrinologen hatten für ihre Metaanalyse 630 Publikationen geprüft, aus denen sich schließlich drei randomisierte Studien mit insgesamt 220 Patientinnen für die Metaanalyse herauskristallisierten - jeweils eine Studie aus Italien, Ägypten und Südkorea.

Die unfruchtbaren Frauen in zwei Studien hatten eine subklinische Hypothyreose mit TSH-Werten über 4 beziehungsweise 4,5 mIU/l, die Frauen in der dritten Studie waren TPO-Antikörper-positiv als Zeichen der Schilddrüsenstörung (Hum Reprod Update 2013; online 17. Januar).

In den Interventionsarmen der drei Studien wurde L-Thyroxin mit 1 µg/kg pro Tag bzw. mit 50 bis 100 µg pro Tag zur Normalisierung des TSH-Wertes vor der künstlichen Befruchtung bzw. mit 50 µg täglich vor der Schwangerschaft supplementiert und dann während der Schwangerschaft so titriert, dass der TSH-Wert unter 2,5 mIU/l blieb.

Der statistischen Auswertung der Ergebnisse aller drei Studien zufolge waren die Geburtsraten - primärer Endpunkt der Studie - bei Frauen mit Hormonbehandlung signifikant höher als bei Frauen, die ein Scheinpräparat oder keine Behandlung erhielten (relatives Risiko, RR: 2,76; 95-CI zwischen 1,20 und 6,44; p = 0,018).

Zudem war die Rate an Fehlbildungen mit einem RR von 0,45 (95-CI zwischen 0,24 und 0,82) signifikant niedriger.

Oder anders ausgedrückt, und zwar mithilfe der NNT (number needed to treat): Damit nach künstlicher Befruchtung eine normale Geburt erreicht wird, müssen nur drei Frauen mit subklinischer Hypothyreose und/oder einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse mit L-Thyroxin behandelt werden.

Und: Um eine Fehlgeburt zu verhindern, müssen nur drei Frauen täglich das Hormon erhalten. Die entsprechende NNT im Zusammenhang mit der Einnistung der Embryonen beträgt neun.

Schon seit längerem liegen Studiendaten vor, dass subklinische Hypothyreose mit Unfruchtbarkeit assoziiert ist, was für die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen spricht. So wurde unter anderem beobachtet, dass hohe TSH-Werte mit einer niedrigen Fertilisationsrate bei Frauen mit künstlicher Befruchtung assoziiert sind. (ple)

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