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Test klärt, ob eine ED-Arznei o.k. ist trotz Herzkrankheit

WIESBADEN (djb). Erektile Dysfunktion (ED) ist oft Frühsymptom einer noch nicht erkannten kardiovaskulären Erkrankung. In seiner kardiologischen ED-Sprechstunde macht Professor Jai Wun Park daher bei Risikopatienten zunächst einen PDE-5-Hemmer-Test mit Tadalafil.

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PDE-5-Hemmer wie Tadalafil (Cialis®) sind aus der Perspektive der Herzkreislauf-Medizin sehr sicher, so der Kardiologe vom Klinikum Hoyerswerda bei einem Symposium von Lilly ICOS. Diese Sicherheit könne damit erklärt werden, daß PDE-5-Hemmer etwa die endotheliale Dysfunktion verringern sowie die koronare Flußreserve und die maximale Sauerstoffaufnahme unter körperlicher Belastung erhöhen. Neu sei die Erkenntnis, daß PDE-5-Hemmer auch die kutane Mikrozirkulation bei KHK-Patienten verbessern.

Die Hauptgefahr bei medikamentöser ED-Therapie gehe von schweren, bisher unbekannten Herzkreislaufkrankheiten aus. Denn mit PDE-5-Hemmern können bisher asymptomatische Patienten beim Geschlechtsakt in eine kardiopulmonale Belastungssituation mit klinisch relevanter Myokardischämie kommen. In seiner ED-Sprechstunde berät Park Patienten mit bekannter Herzkreislauferkrankung und dem Wunsch nach ED-Therapie über die Herzbelastung beim Sex und gibt Verhaltensempfehlungen.

Kann eine belastungsinduzierte Myokardischämie nicht ausgeschlossen werden oder liegen eine LV-Dysfunktion, pulmonale Hypertonie oder komplexe ventrikuläre Arrhythmien vor, macht Park einen Test mit Belastungs-EKG, Streß-Echokardiographie und einem kutanen Mikrozirkulationstest vor und nach Einnahme von 20 mg Tadalafil.

Der Test sei besonders bei fortgeschrittener Herzkrankheit, Diabetes, Hypotension oder Einnahme mehrerer Herzkreislaufarzneien ratsam, so Park. Ist das Risiko unter Kontrolle, könnten auch Patienten mit fortgeschrittener Herzkrankheit ohne relevantes zusätzliches Risiko PDE-5-Hemmer nehmen.

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