Ärzte Zeitung, 17.02.2004

KOMMENTAR

Gutes Signal in der Aids-Forschung

Von Philipp Grätzel von Grätz

Die erste HIV-Impfstoffstudie in Deutschland ist ein hoffnungsvolles Zeichen. Nachdem das Land jahrelang vor allem durch seinen peinlich geringen Anteil an der internationalen Aids-Forschung aufgefallen ist, berichtet das Robert-Koch-Institut seit einiger Zeit von steigenden staatlichen Zuwendungen für dieses sehr wichtige Entwicklungshilfeprojekt.

Zwar erhält die jetzt angelaufene Studie mit dem Impfstoff tgAAC09 keinen Cent aus deutschen Steuergeldern. Doch sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, daß das deutsche Engagement in der Aids-Forschung zunimmt.

Gerade für Phase-I-Impfstoffstudien sind in Deutschland mit seinen gut ausgestatteten Labors die Voraussetzungen ideal. Die sind auch der Grund, warum die Internationale Aids-Impfstoffinitiative sich Hamburg und Bonn als Studienzentren ausgesucht hat.

Und Interessenten für die Studie gibt es genug: Obwohl es sich bei dem Impfstoff um ein rekombinantes Virus handelt, konnte sich Studienleiter Dr. Jan van Lunzen vor Freiwilligen kaum retten.

Die Aids-Pandemie kann nur durch einen Impfstoff aufgehalten werden. Daß sich Deutschland jetzt stärker an der Impfstoffentwicklung beteiligt, dafür war es höchste Zeit.

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