Ärzte Zeitung, 21.09.2004

Partystimmung in Frankfurt - mehr als 3000 liefen für die Aids-Hilfe

Auch ein Team der "Ärzte Zeitung" ging beim "Lauf für mehr Zeit" an den Start

Das Team der "Ärzte Zeitung": Gemeinsam mit 3000 weiteren Teilnehmern erliefen sie 115 000 Euro für die Aids-Hilfe. Fotos: mis

FRANKFURT/MAIN (Smi). Sonntag nachmittag, kurz vor vier. Düstere Wolken ziehen über den Frankfurter Opernplatz. Hunderte von Läufern wuseln herum, stellen sich in Gruppen auf, lassen sich vor der Frankfurter Skyline, dem Brunnen und der Alten Oper fotografieren. "Dem Schönen, Wahren, Guten" ist in die Fassade des altehrwürdigen Gebäudes gemeißelt. Ein Zuspruch, den man getrost auch auf die heutige Veranstaltung münzen kann.

Erst kurz vor dem Startschuß kam die Sonne heraus: Tausende Freizeitläufer setzten mit ihrer Teilnahme beim 5000-Meter-Lauf durch die Frankfurter Innenstadt ein Zeichen ihrer Solidarität mit Aidskranken.
Spektakel vor dem Start: Fantasievoll kostümierte Tänzer gaben den Läufern die Richtung vor.
Am Ende hatten alle gewonnen: zwei Teilnehmer des "Ärzte Zeitung"-Teams.

Denn der 9. "Lauf für mehr Zeit" ist mehr als ein fröhliches Treffen von Joggern und Walkern. Es ist eine Idee und ein Bekenntnis, der eigenen Solidarität mit jenen Ausdruck zu verleihen, die selbst nicht mehr die Kraft aufbrächten, eine Strecke von 5000 Metern zu bewältigen.

Das Startgeld von mindestens zehn Euro pro Teilnehmer kommt der Aids-Hilfe zugute. Mit dem Geld wird die Arbeit des Regenbogendienstes, des ambulanten Pflegedienstes der Aids-Hilfe, unterstützt. In Zeiten chronisch leerer Kassen ist solche Hilfe dringender denn je.

Auch ein Team der "Ärzte Zeitung" zeigt Flagge. Mit 14 Joggern und Walkern, darunter ein Kollege, dessen Herz-Op gerade mal ein halbes Jahr zurückliegt. Wie die anderen Starter auch sind sie an diesem Sonntag Teil einer großen Party, die sich nicht im eigentlichen Lauf erschöpft.

Halb fünf. Auf einer Bühne, wo eben noch Trommler die Läufern eingetaktet haben, diskutieren Politiker über Hilfen für Aidskranke und Aufklärungsstrategien. Irgendwo tanzt sich eine Gruppe von Läufern im Walzertakt warm. Ganz in der Nähe stärken sich zwei Jogger vor dem Lauf mit Pommes und Currywurst. Andere kaufen sich an einem der vielen Stände noch schnell eine Regenjacke.

Beim Stand von Bristol-Myers Squibb (BMS) hat der Lauf längst begonnen. Das Münchener Pharmaunternehmenlädt Festteilnehmer aufs Laufband.

Pro Kilometer spendet BMS 40 Euro an die Aids-Hilfe. Am Ende wird Unternehmens-Mitarbeiterin Monika Krökel den Organisatoren des Solidarität-Laufs einen Scheck über 2000 Euro überreichen.

Eine viertel Stunde vor dem Startschuß bricht plötzlich die Sonne durch die Wolken. Längst haben die ersten Läufer am Start Aufstellung genommen. 3085 Jogger und Walker werden es am Ende sein, von denen der Schnellste nach 16 Minuten und 20 Sekunden ins Ziel laufen wird und der Langsamste nach über einer Stunde.

Alle gemeinsam, Profis und Amateure, Promis und Namenlose, sowie etliche weitere Sponsoren werden am Ende 115 000 Euro in die Kasse der Aids-Hilfe tragen. Geld, mit dem "mehr Zeit" gekauft wird für jene, denen die Zeit davonläuft.

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