AIDS/HIV

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Modul: HIV-Infektion – Test und Behandlung

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Ärzte Zeitung, 07.06.2005

Fosamprenavir hat sich in der Praxis bewährt

WIEN (awa). Der mit Ritonavir verstärkte (geboosterte) Proteasehemmer Fosamprenavir hat sich im klinischen Alltag zur HIV-Therapie bewährt - sowohl bei noch unbehandelten als auch bei bereits behandelten Patienten.

Wirksamkeit, Verträglichkeit, Interaktionspotential und Einnahmemodus sind für Dr. Albrecht Stoehr aus Hamburg wichtige Faktoren bei der Auswahl einer hochaktiven antiretroviralen HIV-Therapie. Diese Kriterien erfülle der mit niedrigdosiertem Ritonavir geboosterte Proteasehemmer (PI) Fosamprenavir (Telzir®).

Er sei somit in der klinischen Praxis eine wichtige Option. So ist Stoehr zufolge die von den Mahlzeiten unabhängige Einnahme von zweimal täglich einer Filmtablette mit 700 Milligramm Fosamprenavir plus einer Kapsel mit 100 Milligramm Ritonavir einfach. Es gebe kaum Interaktionen mit nukleosidischen Reverse Transkriptase-Hemmern (NRTI), auch nicht mit den bei HIV-Patienten häufig genutzten Protonenpumpen-Hemmern.

Geboostertes Fosamprenavir sei virologisch und immunologisch nicht nur bei bisher nicht behandelten, sondern vor allem auch bei Patienten mit fortgeschrittenem Immundefekt gut wirksam, sagte Stoehr auf einer Veranstaltung des Unternehmen GlaxoSmithKline beim deutsch-österreichischen Aids-Kongreß in Wien.

So stieg bei guter virologischer Kontrolle 120 Wochen lang kontinuierlich die CD4-Zellzahl im Median um insgesamt fast 300 pro Mikroliter Blut auch bei Patienten mit zu Beginn weniger als 50 CD4-Zellen pro Mikroliter und bei einer Virusmenge von mehr als 100 000 HIV-RNA Kopien pro Milliliter Blut. Stoehr hob hervor, daß unter Fosamprenavir wenig Durchfälle auftreten und es wegen der geringen Hepatotoxizität auch bei HIV-HCV-Koinfektion verabreicht werden kann.

Im klinischen Alltag ist für Stoehr die Verwendung eines geboosterten PI wie Fosamprenavir als Ersttherapie auch deshalb wichtig, weil es immer mehr unbehandelte Patienten gibt, die bereits resistente HIV haben. Vor allem Resistenzmutationen gegen nicht-nukleosidale Reverse Transkriptase-Hemmer seien mit 16 Prozent schon recht häufig.

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